Vergleich
AOD-9604 vs. Lixisenatide
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Wachstum
Stoffwechsel
CAS-Nr.
221231-10-3
320367-13-3
Molekulargewicht
1815.09 g/mol
4858.5 g/mol
Halbwertszeit
0.4 h
3 h
Sequenz
Tyr-Leu-Arg-Ile-Val-Gln-Cys-Arg-Ser-Val-Glu-Gly-Ser-Cys-Gly-PheHGEGTFTSDLSKQMEEEAVRLFIEWLKNGGPSSGAPPSKKKKKK-NH2Wirkmechanismus
AOD-9604
AOD-9604 entspricht dem C-terminalen Fragment 176-191 des humanen Wachstumshormons mit einem zusätzlichen N-terminalen Tyrosin. Im Tiermodell wurden lipolytische Effekte ohne GH-typische Nebenwirkungen (Insulin-Resistenz, IGF-1-Anstieg) berichtet. Beim Menschen ließen sich diese präklinischen Befunde in den vier Phase-2-Adipositas-Studien nicht in klinisch relevante Gewichtsreduktion übersetzen. Der genaue Wirkmechanismus am Menschen ist unklar; der GH-Rezeptor wird vom Fragment nicht klassisch aktiviert.
Lixisenatide
Lixisenatide ist ein 44-Aminosäuren-Peptid, das auf Exendin-4 (siehe Exenatide) basiert, mit sechs zusätzlichen Lysin-Resten am C-Terminus. Diese Modifikation erhöht die Stabilität gegenüber DPP-4-Abbau. Die kurze Halbwertszeit (~3 Stunden) und die Plasma-Spitze um den Zeitpunkt der Mahlzeit erklären den vorwiegend prandialen Effekt — stärkere Wirkung auf postprandiale Glukose, geringere Wirkung auf nüchterne Glukose als bei wöchentlichen GLP-1-RA.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Human-RCT
Human-RCT
Studien
3
5
davon am Menschen
2
5
Effekte erfasst
3
3
Offene Widersprüche
1
1
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
1