Vergleich
Argireline vs. Cagrilintide
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Kosmetisch
Stoffwechsel
CAS-Nr.
616204-22-9
1415456-99-3
Molekulargewicht
888.99 g/mol
4253.7 g/mol
Halbwertszeit
keine Daten
168 h
Sequenz
Ac-Glu-Glu-Met-Gln-Arg-Arg-NH2KCNTATCATQRLANFLVRSSNNLGPVLPPTNVGSNTYWirkmechanismus
Argireline
Argireline ist ein synthetisches Hexapeptid, dessen Sequenz dem N-terminalen Ende des SNAP-25-Proteins entspricht. In vitro wurde gezeigt, dass es die Bildung des SNARE-Komplexes (für die Vesikel-Fusion bei der Neurotransmitter-Freisetzung notwendig) kompetitiv hemmen kann. Eine topische Anwendung soll dadurch — bei sehr begrenzter Hautpermeation — die acetylcholinerge Signalübertragung an der neuromuskulären Endplatte abschwächen. Die Wirkung ist um Größenordnungen schwächer als die intramuskuläre Botulinumtoxin-Wirkung; die klinische Übertragbarkeit der in-vitro-Beobachtungen auf die Hautmikroumgebung ist umstritten.
Cagrilintide
Cagrilintide bindet an Amylin-Rezeptoren (AMY1, AMY3, gebildet aus dem Calcitonin-Rezeptor plus RAMP-Proteinen). Die Aktivierung verzögert die Magenentleerung, hemmt die postprandiale Glukagon-Sekretion und moduliert das zentrale Sättigungssignal über Area-postrema-Neuronen. Eine Acyl-Modifikation ermöglicht Albumin-Bindung und damit die wöchentliche Gabe.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Humanstudie
Human-RCT
Studien
3
4
davon am Menschen
2
3
Effekte erfasst
3
3
Offene Widersprüche
1
0
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
1