Vergleich
Argireline vs. GHRP-6
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Kosmetisch
Wachstum
CAS-Nr.
616204-22-9
87616-84-0
Molekulargewicht
888.99 g/mol
873.02 g/mol
Halbwertszeit
keine Daten
0.4 h
Sequenz
Ac-Glu-Glu-Met-Gln-Arg-Arg-NH2His-D-Trp-Ala-Trp-D-Phe-Lys-NH2Wirkmechanismus
Argireline
Argireline ist ein synthetisches Hexapeptid, dessen Sequenz dem N-terminalen Ende des SNAP-25-Proteins entspricht. In vitro wurde gezeigt, dass es die Bildung des SNARE-Komplexes (für die Vesikel-Fusion bei der Neurotransmitter-Freisetzung notwendig) kompetitiv hemmen kann. Eine topische Anwendung soll dadurch — bei sehr begrenzter Hautpermeation — die acetylcholinerge Signalübertragung an der neuromuskulären Endplatte abschwächen. Die Wirkung ist um Größenordnungen schwächer als die intramuskuläre Botulinumtoxin-Wirkung; die klinische Übertragbarkeit der in-vitro-Beobachtungen auf die Hautmikroumgebung ist umstritten.
GHRP-6
GHRP-6 ist ein hochaffiner Agonist am Wachstumshormon-Sekretagog-Rezeptor 1a (GHSR-1a) — demselben Rezeptor, an den später das endogene Hormon Ghrelin gebunden wurde. Die Identifikation von GHRP-6 als pharmakologischer Anker führte 1996 zur Klonierung des GHSR und 1999 zur Entdeckung von Ghrelin selbst. GHRP-6 stimuliert die hypophysäre GH-Sekretion über einen vom GHRH unabhängigen Signalweg und kann synergistisch mit GHRH kombiniert werden. Über GHSR im Hypothalamus aktiviert es zusätzlich NPY/AgRP-Neurone, was in Tiermodellen einen orexigenen (appetitanregenden) Effekt erzeugt.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Humanstudie
Humanstudie
Studien
3
4
davon am Menschen
2
2
Effekte erfasst
3
4
Offene Widersprüche
1
1
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
2