Vergleich
Argireline vs. Liraglutide
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Kosmetisch
Stoffwechsel
CAS-Nr.
616204-22-9
204656-20-2
Molekulargewicht
888.99 g/mol
3751 g/mol
Halbwertszeit
keine Daten
13 h
Sequenz
Ac-Glu-Glu-Met-Gln-Arg-Arg-NH2HAEGTFTSDVSSYLEGQAAKEFIAWLVRGRGWirkmechanismus
Argireline
Argireline ist ein synthetisches Hexapeptid, dessen Sequenz dem N-terminalen Ende des SNAP-25-Proteins entspricht. In vitro wurde gezeigt, dass es die Bildung des SNARE-Komplexes (für die Vesikel-Fusion bei der Neurotransmitter-Freisetzung notwendig) kompetitiv hemmen kann. Eine topische Anwendung soll dadurch — bei sehr begrenzter Hautpermeation — die acetylcholinerge Signalübertragung an der neuromuskulären Endplatte abschwächen. Die Wirkung ist um Größenordnungen schwächer als die intramuskuläre Botulinumtoxin-Wirkung; die klinische Übertragbarkeit der in-vitro-Beobachtungen auf die Hautmikroumgebung ist umstritten.
Liraglutide
Liraglutid ist ein synthetisches GLP-1-Analog mit 97 % Sequenzidentität zum humanen GLP-1. Eine Fettsäureseitenkette (C16) am Lysin-26 bindet reversibel an Serumalbumin und schützt vor DPP-4-Abbau. Aktivierung des GLP-1-Rezeptors stimuliert glukoseabhängig die Insulinsekretion, hemmt die Glukagonsekretion, verzögert die Magenentleerung und moduliert das zentrale Sättigungsgefühl.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Humanstudie
Human-RCT
Studien
3
5
davon am Menschen
2
4
Effekte erfasst
3
3
Offene Widersprüche
1
0
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
1