Vergleich
DSIP vs. Semaglutid
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Forschung sonstige
Stoffwechsel
CAS-Nr.
62568-57-4
910463-68-2
Molekulargewicht
848.81 g/mol
4113.6 g/mol
Halbwertszeit
0.1 h
165 h
Sequenz
Trp-Ala-Gly-Gly-Asp-Ala-Ser-Gly-Glumodifiziertes GLP-1-Analogon (31 AS) mit C18-Fettsäure-LinkerWirkmechanismus
DSIP
DSIP wurde 1977 von der Schoenenberger-Monnier-Gruppe in Basel als blutbürtige Substanz beschrieben, die im Tiermodell EEG-Veränderungen ähnlich dem Delta-Schlaf hervorrufen sollte. Der genaue Wirkmechanismus ist bis heute nicht etabliert: kein definierter Rezeptor, vorgeschlagene Modulation der Opioid-, GABAergen und Glutamatergen Systeme. Die meisten mechanistischen Befunde stammen aus präklinischen Studien der 1980er und 1990er Jahre und wurden später kontroversen Replikationsversuchen unterzogen.
Semaglutid
Langwirksamer Agonist am GLP-1-Rezeptor. Strukturell ein modifiziertes Glucagon-like Peptid 1, dessen lange Halbwertszeit durch eine Fettsäure-Seitenkette und reversible Albumin-Bindung erreicht wird. Wirkt zentral auf Sättigung und peripher auf glukoseabhängige Insulin-Sekretion sowie verzögerte Magenentleerung.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Humanstudie
Human-RCT
Studien
4
4
davon am Menschen
1
3
Effekte erfasst
3
3
Offene Widersprüche
1
1
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
5