Vergleich
DSIP vs. SNAP-8
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Forschung sonstige
Kosmetisch
CAS-Nr.
62568-57-4
868844-74-0
Molekulargewicht
848.81 g/mol
1075.16 g/mol
Halbwertszeit
0.1 h
keine Daten
Sequenz
Trp-Ala-Gly-Gly-Asp-Ala-Ser-Gly-GluAc-Glu-Glu-Met-Gln-Arg-Arg-Ala-Asp-NH2Wirkmechanismus
DSIP
DSIP wurde 1977 von der Schoenenberger-Monnier-Gruppe in Basel als blutbürtige Substanz beschrieben, die im Tiermodell EEG-Veränderungen ähnlich dem Delta-Schlaf hervorrufen sollte. Der genaue Wirkmechanismus ist bis heute nicht etabliert: kein definierter Rezeptor, vorgeschlagene Modulation der Opioid-, GABAergen und Glutamatergen Systeme. Die meisten mechanistischen Befunde stammen aus präklinischen Studien der 1980er und 1990er Jahre und wurden später kontroversen Replikationsversuchen unterzogen.
SNAP-8
SNAP-8 ist eine Octapeptid-Variante von Argireline. Die Sequenz korrespondiert mit dem N-terminalen Ende des SNAP-25-Proteins. Wie bei Argireline ist der postulierte Mechanismus die kompetitive Hemmung des SNARE-Komplexes, der für die Acetylcholin-Vesikel-Fusion an der neuromuskulären Endplatte notwendig ist. Die zwei zusätzlichen Aminosäuren am C-Terminus sollen die Affinität zum SNARE-Komplex laut Hersteller erhöhen — dafür gibt es einzelne Industrie-Studien, aber keine unabhängige systematische Bestätigung.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Humanstudie
Humanstudie
Studien
4
3
davon am Menschen
1
1
Effekte erfasst
3
3
Offene Widersprüche
1
0
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
1