Vergleich
Ipamorelin vs. Tirzepatide
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Wachstum
Stoffwechsel
CAS-Nr.
170851-70-4
2023788-19-2
Molekulargewicht
711.86 g/mol
4813 g/mol
Halbwertszeit
2 h
116 h
Sequenz
Aib-His-D-2-Nal-D-Phe-Lys-NH2YXEGTFTSDYSIYLDKIAQKAFVQWLIAGGPSSGAPPPSWirkmechanismus
Ipamorelin
Ipamorelin ist ein selektiver Agonist am GH-Sekretagog-Rezeptor (GHSR-1a). Im Vergleich zu GHRP-2 und GHRP-6 ist die Selektivität für die Wachstumshormon-Achse höher; ACTH, Cortisol und Prolaktin werden in klinischen Studien nicht signifikant stimuliert. Diese Selektivität war der Hauptgrund für die Weiterentwicklung gegenüber älteren GHRPs.
Tirzepatide
Tirzepatide ist ein 39-Aminosäuren-Peptid, das als dualer Agonist an den Rezeptoren von GLP-1 (Glucagon-like Peptide-1) und GIP (Glucose-dependent Insulinotropic Polypeptide) wirkt. Die Aktivierung beider Inkretin-Rezeptoren über G-Protein-gekoppelte Signalwege erhöht glukoseabhängig die Insulinsekretion, senkt die Glukagonsekretion und verzögert die Magenentleerung. Zentral wird das Sättigungsgefühl moduliert. Eine Fettsäureseitenkette bindet an Serumalbumin und verlängert die Halbwertszeit auf etwa fünf Tage.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Human-RCT
Human-RCT
Studien
4
3
davon am Menschen
3
3
Effekte erfasst
3
4
Offene Widersprüche
1
0
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
2