Vergleich
Lixisenatide vs. Triptorelin
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Stoffwechsel
Forschung sonstige
CAS-Nr.
320367-13-3
57773-63-4
Molekulargewicht
4858.5 g/mol
1311.45 g/mol
Halbwertszeit
3 h
3 h
Sequenz
HGEGTFTSDLSKQMEEEAVRLFIEWLKNGGPSSGAPPSKKKKKK-NH2pGlu-His-Trp-Ser-Tyr-D-Trp-Leu-Arg-Pro-Gly-NH2Wirkmechanismus
Lixisenatide
Lixisenatide ist ein 44-Aminosäuren-Peptid, das auf Exendin-4 (siehe Exenatide) basiert, mit sechs zusätzlichen Lysin-Resten am C-Terminus. Diese Modifikation erhöht die Stabilität gegenüber DPP-4-Abbau. Die kurze Halbwertszeit (~3 Stunden) und die Plasma-Spitze um den Zeitpunkt der Mahlzeit erklären den vorwiegend prandialen Effekt — stärkere Wirkung auf postprandiale Glukose, geringere Wirkung auf nüchterne Glukose als bei wöchentlichen GLP-1-RA.
Triptorelin
Triptorelin bindet hochaffin an den GnRH-Rezeptor in der Hypophyse. Nach einer initialen Stimulation der LH- und FSH-Sekretion (Flare-Phase, etwa 1-2 Wochen) folgt eine Rezeptor-Desensitisierung mit konsekutiver Suppression der Gonadotropine. Daraus resultiert eine reversible chemische Kastration: bei Männern Testosteron-, bei Frauen Östrogen-Suppression in den postmenopausalen Bereich.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Human-RCT
Human-RCT
Studien
5
4
davon am Menschen
5
4
Effekte erfasst
3
3
Offene Widersprüche
1
0
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
3