Vergleich
Melanotan II vs. Semaglutid
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Forschung sonstige
Stoffwechsel
CAS-Nr.
121062-08-6
910463-68-2
Molekulargewicht
1024.18 g/mol
4113.6 g/mol
Halbwertszeit
1 h
165 h
Sequenz
Ac-Nle-cyclo[Asp-His-D-Phe-Arg-Trp-Lys]-NH2modifiziertes GLP-1-Analogon (31 AS) mit C18-Fettsäure-LinkerWirkmechanismus
Melanotan II
Melanotan II bindet nicht-selektiv an alle fünf Melanocortin-Rezeptor-Subtypen (MC1R-MC5R). Über MC1R in Melanozyten wird die Eumelanin-Synthese stimuliert (pigmentierender Effekt). Über MC4R und MC3R im ZNS werden Appetit, sexuelle Funktion und Blutdruck moduliert. Die zyklische Struktur und D-Aminosäuren erhöhen die Stabilität gegenüber dem natürlichen α-MSH.
Semaglutid
Langwirksamer Agonist am GLP-1-Rezeptor. Strukturell ein modifiziertes Glucagon-like Peptid 1, dessen lange Halbwertszeit durch eine Fettsäure-Seitenkette und reversible Albumin-Bindung erreicht wird. Wirkt zentral auf Sättigung und peripher auf glukoseabhängige Insulin-Sekretion sowie verzögerte Magenentleerung.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Humanstudie
Human-RCT
Studien
5
4
davon am Menschen
5
3
Effekte erfasst
4
3
Offene Widersprüche
0
1
Dokumentierte Nebenwirkungen
3
5