Vergleich
Sermorelin vs. Tirzepatide
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Wachstum
Stoffwechsel
CAS-Nr.
86168-78-7
2023788-19-2
Molekulargewicht
3358 g/mol
4813 g/mol
Halbwertszeit
0.2 h
116 h
Sequenz
YADAIFTNSYRKVLGQLSARKLLQDIMSRYXEGTFTSDYSIYLDKIAQKAFVQWLIAGGPSSGAPPPSWirkmechanismus
Sermorelin
Synthetisches Analog der ersten 29 Aminosäuren des humanen Wachstumshormon-Releasing-Hormons (GHRH). Stimuliert über den GHRH-Rezeptor die pulsatile, körpereigene Wachstumshormon-Sekretion aus der Hypophyse. Sehr kurze Halbwertszeit, daher pharmakodynamische Wirkung über mehrere Stunden trotz schneller Plasma-Elimination.
Tirzepatide
Tirzepatide ist ein 39-Aminosäuren-Peptid, das als dualer Agonist an den Rezeptoren von GLP-1 (Glucagon-like Peptide-1) und GIP (Glucose-dependent Insulinotropic Polypeptide) wirkt. Die Aktivierung beider Inkretin-Rezeptoren über G-Protein-gekoppelte Signalwege erhöht glukoseabhängig die Insulinsekretion, senkt die Glukagonsekretion und verzögert die Magenentleerung. Zentral wird das Sättigungsgefühl moduliert. Eine Fettsäureseitenkette bindet an Serumalbumin und verlängert die Halbwertszeit auf etwa fünf Tage.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Human-RCT
Human-RCT
Studien
5
3
davon am Menschen
3
3
Effekte erfasst
3
4
Offene Widersprüche
1
0
Dokumentierte Nebenwirkungen
3
2