Vergleich
AOD-9604 vs. Matrixyl
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Wachstum
Kosmetisch
CAS-Nr.
221231-10-3
214047-00-4
Molekulargewicht
1815.09 g/mol
802.06 g/mol
Halbwertszeit
0.4 h
keine Daten
Sequenz
Tyr-Leu-Arg-Ile-Val-Gln-Cys-Arg-Ser-Val-Glu-Gly-Ser-Cys-Gly-PhePalmitoyl-Lys-Thr-Thr-Lys-SerWirkmechanismus
AOD-9604
AOD-9604 entspricht dem C-terminalen Fragment 176-191 des humanen Wachstumshormons mit einem zusätzlichen N-terminalen Tyrosin. Im Tiermodell wurden lipolytische Effekte ohne GH-typische Nebenwirkungen (Insulin-Resistenz, IGF-1-Anstieg) berichtet. Beim Menschen ließen sich diese präklinischen Befunde in den vier Phase-2-Adipositas-Studien nicht in klinisch relevante Gewichtsreduktion übersetzen. Der genaue Wirkmechanismus am Menschen ist unklar; der GH-Rezeptor wird vom Fragment nicht klassisch aktiviert.
Matrixyl
KTTKS ist ein Fragment der prokollagenen I-Sequenz, das Teil eines Feedback-Mechanismus auf Fibroblasten zu sein scheint: erhöhte Konzentrationen signalisieren intakte Kollagensynthese und drosseln Neusynthese, während niedrige Konzentrationen die Synthese stimulieren. In Zellkultur-Studien wurde Stimulation von Kollagen Typ I/III, Elastin, Fibronektin und Glykosaminoglykanen dokumentiert. Die Palmitoyl-Modifikation soll die Hautpenetration verbessern; die Wirkung am Wirkort (dermale Fibroblasten) ist permeationsabhängig.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Human-RCT
Human-RCT
Studien
3
5
davon am Menschen
2
2
Effekte erfasst
3
3
Offene Widersprüche
1
0
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
1