Vergleich
Cagrilintide vs. GHRP-6
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Stoffwechsel
Wachstum
CAS-Nr.
1415456-99-3
87616-84-0
Molekulargewicht
4253.7 g/mol
873.02 g/mol
Halbwertszeit
168 h
0.4 h
Sequenz
KCNTATCATQRLANFLVRSSNNLGPVLPPTNVGSNTYHis-D-Trp-Ala-Trp-D-Phe-Lys-NH2Wirkmechanismus
Cagrilintide
Cagrilintide bindet an Amylin-Rezeptoren (AMY1, AMY3, gebildet aus dem Calcitonin-Rezeptor plus RAMP-Proteinen). Die Aktivierung verzögert die Magenentleerung, hemmt die postprandiale Glukagon-Sekretion und moduliert das zentrale Sättigungssignal über Area-postrema-Neuronen. Eine Acyl-Modifikation ermöglicht Albumin-Bindung und damit die wöchentliche Gabe.
GHRP-6
GHRP-6 ist ein hochaffiner Agonist am Wachstumshormon-Sekretagog-Rezeptor 1a (GHSR-1a) — demselben Rezeptor, an den später das endogene Hormon Ghrelin gebunden wurde. Die Identifikation von GHRP-6 als pharmakologischer Anker führte 1996 zur Klonierung des GHSR und 1999 zur Entdeckung von Ghrelin selbst. GHRP-6 stimuliert die hypophysäre GH-Sekretion über einen vom GHRH unabhängigen Signalweg und kann synergistisch mit GHRH kombiniert werden. Über GHSR im Hypothalamus aktiviert es zusätzlich NPY/AgRP-Neurone, was in Tiermodellen einen orexigenen (appetitanregenden) Effekt erzeugt.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Human-RCT
Humanstudie
Studien
4
4
davon am Menschen
3
2
Effekte erfasst
3
4
Offene Widersprüche
0
1
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
2