Vergleich
Cagrilintide vs. MGF (Mechano Growth Factor)
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Stoffwechsel
Wachstum
CAS-Nr.
1415456-99-3
12-Aminosäuren-C-terminales E-Domänen-Peptid (Sequenz nicht standardisiert)
Molekulargewicht
4253.7 g/mol
2867.2 g/mol
Halbwertszeit
168 h
0.1 h
Sequenz
KCNTATCATQRLANFLVRSSNNLGPVLPPTNVGSNTYYQPPSTNKNTKSQRRKGSTFEERKWirkmechanismus
Cagrilintide
Cagrilintide bindet an Amylin-Rezeptoren (AMY1, AMY3, gebildet aus dem Calcitonin-Rezeptor plus RAMP-Proteinen). Die Aktivierung verzögert die Magenentleerung, hemmt die postprandiale Glukagon-Sekretion und moduliert das zentrale Sättigungssignal über Area-postrema-Neuronen. Eine Acyl-Modifikation ermöglicht Albumin-Bindung und damit die wöchentliche Gabe.
MGF (Mechano Growth Factor)
Das IGF-1-Gen produziert durch alternatives Splicing mehrere Isoformen. IGF-1Ec wird nach mechanischer Muskelbelastung verstärkt exprimiert; die C-terminale E-Domäne wird vom reifen IGF-1-Protein abgespalten und scheint eigenständige Wirkungen auf Satellitenzellen zu haben. Die genaue Rezeptor-Bindung der E-Domäne ist nicht etabliert; ein klassischer IGF-1R-Effekt ist unwahrscheinlich, da das reife IGF-1 dafür verantwortlich ist. In Zellkultur-Studien wurde Stimulation der Myoblasten-Proliferation und Differenzierung beobachtet.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Human-RCT
Tiermodell
Studien
4
4
davon am Menschen
3
0
Effekte erfasst
3
3
Offene Widersprüche
0
0
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
1