Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Einordnung. Keine ärztliche Beratung, keine Aufforderung zur Anwendung.
Auf einen Blick
Synthetisches Peptid, das der C-terminalen E-Domäne der IGF-1-Splice-Variante IGF-1Ec entspricht. In präklinischen Studien als 'Mechano-induzierter' Reparatur-Faktor von Skelettmuskel beschrieben. Keine Marktzulassung; klinische Anwendung weitgehend auf Schwarzmarkt beschränkt.
Erforscht für
Muskel-Satellitenzell-Aktivierung in TiermodellenMuskelregeneration nach Verletzung (präklinisch)Theoretische Anwendung bei Sarkopenie
Offizieller Status
DE: Nicht zugelassen
Keine EMA-Zulassung. Vertrieb als 'Research Chemical' rechtlich nicht gedeckt; WADA-verboten.
Das IGF-1-Gen produziert durch alternatives Splicing mehrere Isoformen. IGF-1Ec wird nach mechanischer Muskelbelastung verstärkt exprimiert; die C-terminale E-Domäne wird vom reifen IGF-1-Protein abgespalten und scheint eigenständige Wirkungen auf Satellitenzellen zu haben. Die genaue Rezeptor-Bindung der E-Domäne ist nicht etabliert; ein klassischer IGF-1R-Effekt ist unwahrscheinlich, da das reife IGF-1 dafür verantwortlich ist. In Zellkultur-Studien wurde Stimulation der Myoblasten-Proliferation und Differenzierung beobachtet.
02
Evidenz im Überblick
Lesehinweis. Die Verteilung zeigt, auf welcher Evidenzstufe die einzelnen Beobachtungen stehen. Kräftige Farben markieren stärkere Evidenz — schwächere Stufen sind nicht ausgeblendet, sondern bewusst sichtbar.
3 Beobachtungen · 3 Tiers
Tiermodell
1
In-vitro
1
Theoretisch
1
03
Was die Studien zeigen
In-vitro
Myoblasten-Kultur
Yang S. et al. 2002
Aktivierung muskulärer Satellitenzellen und Verstärkung der Myoblasten-Proliferation in Zellkultur-Studien dokumentiert
Was daraus NICHT folgt: In-vitro-Befund; Übertragung auf den intakten Muskel ist begrenzt durch die extreme Kürze der Plasma-Halbwertszeit.
Tiermodell
Maus
Verbesserte Muskelregeneration nach Verletzung in Mäuse-Modellen mit lokaler intramuskulärer Injektion beobachtet
Was daraus NICHT folgt: Effekt lokal beobachtet bei direkter Injektion in den verletzten Muskel — nicht vergleichbar mit systemischer subkutaner Anwendung.
Theoretisch
—
Klinische Endpunktdaten beim Menschen (Muskelmasse, Funktion, Reha-Outcomes) liegen praktisch nicht vor
Was daraus NICHT folgt: Es gibt keine veröffentlichten kontrollierten Humanstudien für Sport- oder Reha-Endpunkte. Die häufig zitierten Bodybuilding-Aussagen stützen sich auf Tier- und Zell-Befunde.
05
Pharmakokinetik
Theoretischer Konzentrationsverlauf bei einer Halbwertszeit von 0.1 h. Reines pharmakokinetisches Modell — keine Dosierungsempfehlung.
Welche Verabreichungsformen wurden in den vorliegenden Studien beschrieben — neutrale Wiedergabe, keine Anwendungsanleitung.
Intramuskulär
In den präklinischen Tiermodellen lokal intramuskulär in den verletzten Muskel injiziert.
Subkutan
Schwarzmarkt-Anwendung überwiegend subkutan — folgt Konventionen anderer Peptide ohne klinische Studien-Basis für diese Route.
07
Bekannte Nebenwirkungen aus Studien
Faktische Wiedergabe was Studien beobachtet haben. Keine Sicherheitsaussage für individuelle Anwendung.
Theoretisch
Pharmakovigilanz beim Menschen praktisch nicht existent
Sicherheits-Profil bei systemischer Anwendung außerhalb präklinischer Modelle nicht etabliert. IGF-Achse-Aktivierung birgt theoretisches mitogenes Risiko.
07b
Wechselwirkungen & Kombinationen
Dokumentierte Wechselwirkungen und Kontraindikationen aus Studien, Fachinfos und Leitlinien. Wo keine Daten existieren, wird das ausgewiesen.
Risiko-Wiedergabe, KEINE Kombinations-Anleitung. Das Fehlen eines Eintrags bedeutet nicht „sicher kombinierbar", sondern „nicht ausreichend untersucht".
Keine dokumentierten Wechselwirkungen erfasst
Für dieses Peptid haben wir bislang keine belastbar dokumentierten Wechselwirkungen gefunden. Das bedeutet NICHT, dass keine existieren — die Datenlage ist begrenzt.
08
Risiken & Hygiene-Aspekte in der Fachliteratur
Was Behörden- und Studienliteratur zu Risiken, Sterilität und Identität in nicht-pharmazeutischen Quellen berichtet — beschreibend, keine Hygiene-Anleitung.
Identitäts- und Reinheits-Problem
Was im Schwarzmarkt als 'MGF' verkauft wird, ist nicht standardisiert. Untersuchungen haben dokumentiert, dass Produkte oft IGF-1, IGF-1 LR3 oder Mischungen enthalten — nicht das deklarierte Peptid.
10
Anekdotische Beobachtungen
Schwächste Evidenzstufe — nicht durch Studien gestützt
Hinweis zur Einordnung. Diese Sektion sammelt populäre Aussagen aus Communities und Foren. Sie sind explizit als schwächste Evidenz markiert. Selbstberichte ohne Verblindung sind besonders anfällig für Placebo-, Erinnerungs- und Bestätigungs-Verzerrungen.
Warum hier keine Mengen oder Protokolle stehen. Bewusst zeigen wir nur, WAS in Communities berichtet wird — nicht, in welcher Menge oder wie es angewendet wird. Anekdotische „Dosierungen" oder „Biohacker-Protokolle" sind weder geprüft noch standardisiert noch sicher; sie zu veröffentlichen wäre eine Anwendungsanleitung, die wir grundsätzlich nicht geben. Konkrete Mengen gehören in ein ärztliches Gespräch, nicht in ein Forum.
In Bodybuilding-Foren wird MGF als 'lokaler Muskelaufbau-Faktor' beschrieben — angeblich für Hyperplasie statt Hypertrophie.
verbreitet, oft mit Vergleich zu IGF-1 LR3
Nicht durch Studien gestützt: Die Aussage zur Hyperplasie ist mechanistisch spekulativ. Direkte Vergleiche mit IGF-1 LR3 sind nicht durch kontrollierte Humanstudien gestützt. Die extrem kurze Plasma-Halbwertszeit macht eine systemische Anwendung pharmakologisch unplausibel.
11
Rechtsstatus nach Land
Land
Status
Hinweis
Geprüft
USA
Nicht zugelassen
Keine FDA-Zulassung. Auf der WADA-Verbotsliste unter S2 als Wachstumsfaktor.
2026-05-22
Deutschland
Nicht zugelassen
Keine EMA-Zulassung. Vertrieb als 'Research Chemical' rechtlich nicht gedeckt; WADA-verboten.
2026-05-22
Australien
Verboten
TGA-Status: SUSMP Schedule 4. WADA-verboten.
2026-05-22
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Rekonstitutions-Rechner
Reine mg/mL-Mathematik — funktioniert wie ein Taschenrechner. Keine Anwendungsempfehlung.
Peptide kommen als Trockenpulver. Löst man das Pulver in einer Flüssigkeit auf (Rekonstitution), beantwortet dieser Rechner eine einzige Frage: Wie viel Substanz steckt danach in einem Milliliter Lösung?
1Substanz-Menge der Ampulle eintragen (steht auf dem Etikett).
2Menge des zugegebenen Lösungsmittels eintragen.
3Ergebnis = Konzentration in mg pro mL.
Steht auf dem Etikett
/
Flüssigkeit, die du zugibst
=
2.50
mg / mL
5 mg in 2 mL ergeben 2.50 mg/mL — jeder Milliliter enthält 2.50 mg Substanz.