Vergleich
DSIP vs. Dulaglutide
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Forschung sonstige
Stoffwechsel
CAS-Nr.
62568-57-4
923950-08-7
Molekulargewicht
848.81 g/mol
59670 g/mol
Halbwertszeit
0.1 h
110 h
Sequenz
Trp-Ala-Gly-Gly-Asp-Ala-Ser-Gly-GluGLP-1(7-37)-Variante kovalent verbunden mit modifiziertem humanen IgG4-FcWirkmechanismus
DSIP
DSIP wurde 1977 von der Schoenenberger-Monnier-Gruppe in Basel als blutbürtige Substanz beschrieben, die im Tiermodell EEG-Veränderungen ähnlich dem Delta-Schlaf hervorrufen sollte. Der genaue Wirkmechanismus ist bis heute nicht etabliert: kein definierter Rezeptor, vorgeschlagene Modulation der Opioid-, GABAergen und Glutamatergen Systeme. Die meisten mechanistischen Befunde stammen aus präklinischen Studien der 1980er und 1990er Jahre und wurden später kontroversen Replikationsversuchen unterzogen.
Dulaglutide
Dulaglutide besteht aus zwei modifizierten GLP-1(7-37)-Sequenzen, kovalent mit einem humanen IgG4-Fc verknüpft. Die Fc-Fusion erhöht das Molekulargewicht stark (~60 kDa), reduziert die renale Filtration und verlängert die Halbwertszeit auf mehrere Tage. Aktivierung des GLP-1-Rezeptors stimuliert glukoseabhängig die Insulinsekretion, hemmt Glukagon, verzögert die Magenentleerung und moduliert das zentrale Sättigungssignal.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Humanstudie
Human-RCT
Studien
4
5
davon am Menschen
1
5
Effekte erfasst
3
3
Offene Widersprüche
1
0
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
2