Vergleich
DSIP vs. Liraglutide
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Forschung sonstige
Stoffwechsel
CAS-Nr.
62568-57-4
204656-20-2
Molekulargewicht
848.81 g/mol
3751 g/mol
Halbwertszeit
0.1 h
13 h
Sequenz
Trp-Ala-Gly-Gly-Asp-Ala-Ser-Gly-GluHAEGTFTSDVSSYLEGQAAKEFIAWLVRGRGWirkmechanismus
DSIP
DSIP wurde 1977 von der Schoenenberger-Monnier-Gruppe in Basel als blutbürtige Substanz beschrieben, die im Tiermodell EEG-Veränderungen ähnlich dem Delta-Schlaf hervorrufen sollte. Der genaue Wirkmechanismus ist bis heute nicht etabliert: kein definierter Rezeptor, vorgeschlagene Modulation der Opioid-, GABAergen und Glutamatergen Systeme. Die meisten mechanistischen Befunde stammen aus präklinischen Studien der 1980er und 1990er Jahre und wurden später kontroversen Replikationsversuchen unterzogen.
Liraglutide
Liraglutid ist ein synthetisches GLP-1-Analog mit 97 % Sequenzidentität zum humanen GLP-1. Eine Fettsäureseitenkette (C16) am Lysin-26 bindet reversibel an Serumalbumin und schützt vor DPP-4-Abbau. Aktivierung des GLP-1-Rezeptors stimuliert glukoseabhängig die Insulinsekretion, hemmt die Glukagonsekretion, verzögert die Magenentleerung und moduliert das zentrale Sättigungsgefühl.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Humanstudie
Human-RCT
Studien
4
5
davon am Menschen
1
4
Effekte erfasst
3
3
Offene Widersprüche
1
0
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
1