Vergleich
Dulaglutide vs. Lixisenatide
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Stoffwechsel
Stoffwechsel
CAS-Nr.
923950-08-7
320367-13-3
Molekulargewicht
59670 g/mol
4858.5 g/mol
Halbwertszeit
110 h
3 h
Sequenz
GLP-1(7-37)-Variante kovalent verbunden mit modifiziertem humanen IgG4-FcHGEGTFTSDLSKQMEEEAVRLFIEWLKNGGPSSGAPPSKKKKKK-NH2Wirkmechanismus
Dulaglutide
Dulaglutide besteht aus zwei modifizierten GLP-1(7-37)-Sequenzen, kovalent mit einem humanen IgG4-Fc verknüpft. Die Fc-Fusion erhöht das Molekulargewicht stark (~60 kDa), reduziert die renale Filtration und verlängert die Halbwertszeit auf mehrere Tage. Aktivierung des GLP-1-Rezeptors stimuliert glukoseabhängig die Insulinsekretion, hemmt Glukagon, verzögert die Magenentleerung und moduliert das zentrale Sättigungssignal.
Lixisenatide
Lixisenatide ist ein 44-Aminosäuren-Peptid, das auf Exendin-4 (siehe Exenatide) basiert, mit sechs zusätzlichen Lysin-Resten am C-Terminus. Diese Modifikation erhöht die Stabilität gegenüber DPP-4-Abbau. Die kurze Halbwertszeit (~3 Stunden) und die Plasma-Spitze um den Zeitpunkt der Mahlzeit erklären den vorwiegend prandialen Effekt — stärkere Wirkung auf postprandiale Glukose, geringere Wirkung auf nüchterne Glukose als bei wöchentlichen GLP-1-RA.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Human-RCT
Human-RCT
Studien
5
5
davon am Menschen
5
5
Effekte erfasst
3
3
Offene Widersprüche
0
1
Dokumentierte Nebenwirkungen
2
1