Vergleich
Dulaglutide vs. Bremelanotide
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Stoffwechsel
Forschung sonstige
CAS-Nr.
923950-08-7
189691-06-3
Molekulargewicht
59670 g/mol
1025.18 g/mol
Halbwertszeit
110 h
2.7 h
Sequenz
GLP-1(7-37)-Variante kovalent verbunden mit modifiziertem humanen IgG4-FcAc-Nle-c[Asp-His-D-Phe-Arg-Trp-Lys]-OHWirkmechanismus
Dulaglutide
Dulaglutide besteht aus zwei modifizierten GLP-1(7-37)-Sequenzen, kovalent mit einem humanen IgG4-Fc verknüpft. Die Fc-Fusion erhöht das Molekulargewicht stark (~60 kDa), reduziert die renale Filtration und verlängert die Halbwertszeit auf mehrere Tage. Aktivierung des GLP-1-Rezeptors stimuliert glukoseabhängig die Insulinsekretion, hemmt Glukagon, verzögert die Magenentleerung und moduliert das zentrale Sättigungssignal.
Bremelanotide
Bremelanotid ist ein zyklisches Peptid, das nicht-selektiv an Melanocortin-Rezeptoren (MC1R bis MC5R) bindet — mit höchster Affinität an MC4R im zentralen Nervensystem. Die genaue Rolle der MC4R-Aktivierung im sexuellen Verhalten ist nicht vollständig aufgeklärt; tierexperimentelle Daten zeigen Effekte auf hypothalamische Schaltkreise. Periphere Effekte (Blutdruck, Hyperpigmentierung) werden über MC1R/MC2R erklärt.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Human-RCT
Human-RCT
Studien
5
5
davon am Menschen
5
5
Effekte erfasst
3
3
Offene Widersprüche
0
0
Dokumentierte Nebenwirkungen
2
2