Vergleich
Epitalon vs. MOTS-c
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Forschung sonstige
Forschung sonstige
CAS-Nr.
307297-39-8
1627580-64-6
Molekulargewicht
390.35 g/mol
2174.61 g/mol
Halbwertszeit
0.3 h
keine Daten
Sequenz
Ala-Glu-Asp-GlyMet-Arg-Trp-Gln-Glu-Met-Gly-Tyr-Ile-Phe-Tyr-Pro-Arg-Lys-Leu-ArgWirkmechanismus
Epitalon
Postulierte Wirkmechanismen umfassen Modulation der Genexpression in Pinealozyten, Aktivierung der Telomerase (in Zellkultur-Studien beobachtet) und Einfluss auf die Melatonin-Synthese. Ein definierter Primär-Rezeptor ist nicht etabliert; die mechanistische Basis stützt sich auf in-vitro- und Tier-Daten der Khavinson-Arbeitsgruppe.
MOTS-c
MOTS-c entsteht aus einem kurzen offenen Leserahmen, der in der 12S-rRNA-Region des mitochondrialen Genoms liegt — anders als die meisten Peptide wird es also nicht von Kern-DNA kodiert. Mechanistisch wird in präklinischen Arbeiten beschrieben, dass MOTS-c den Folat-Zyklus und die daran gekoppelte De-novo-Purinsynthese moduliert, wodurch das AMP/ATP-Verhältnis und in der Folge die AMP-aktivierte Proteinkinase (AMPK) beeinflusst werden. Unter metabolischem Stress wurde zudem eine AMPK-abhängige Translokation des Peptids in den Zellkern und eine Beteiligung an der Regulation stress-responsiver Gene (u.a. über antioxidative-Response-Element-regulierte Transkriptionsfaktoren) berichtet. Diese Modelle stammen überwiegend aus Zellkultur und Nagern; inwieweit sie die menschliche Physiologie nach Gabe von exogenem synthetischem MOTS-c abbilden, ist nicht durch Humanstudien belegt.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Humanstudie
Humanstudie
Studien
4
4
davon am Menschen
1
1
Effekte erfasst
4
4
Offene Widersprüche
1
1
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
1
Rechtsstatus
Vollständige Einträge
Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen Epitalon und MOTS-c?
- Epitalon wird der Kategorie „Forschung sonstige" zugeordnet, MOTS-c der Kategorie „Forschung sonstige". Epitalon: Synthetisches Tetrapeptid (Ala-Glu-Asp-Gly), das aus dem Zirbeldrüsen-Extrakt Epithalamin (V. Khavinson, St. Petersburg) abgeleitet wurde. Wird im russischen Forschungs- und Anti-Aging-Kontext untersucht; westliche kontrollierte Studien fehlen weitgehend. Keine Arzneimittelzulassung in EU oder USA. MOTS-c: MOTS-c ist ein 16 Aminosäuren langes mitochondrial-kodiertes Peptid (mitochondrial-derived peptide, MDP), dessen offener Leserahmen innerhalb der 12S-rRNA-Region der mitochondrialen DNA liegt. In der Grundlagenforschung (u.a. Labore von Changhan Lee und Pinchas Cohen) wird es als Regulator der metabolischen Homöostase und als Aktivator des AMPK-Signalwegs beschrieben und teils als 'Exercise Mimetic' diskutiert. Die Evidenz stammt nahezu vollständig aus Zell- und Tiermodellen; kontrollierte Humanstudien zu MOTS-c als Therapeutikum fehlen. Es ist nirgends als Arzneimittel zugelassen und wird grau-marktseitig als Forschungschemikalie gehandelt. Diese Seite stellt beide neutral und quellenbasiert gegenüber — ohne Anwendungs- oder Dosierempfehlung.
- Welches Peptid ist besser wissenschaftlich belegt, Epitalon oder MOTS-c?
- Der höchste vorhandene Evidenzgrad ist bei Epitalon „Humanstudie" und bei MOTS-c „Humanstudie". Ein höherer Evidenzgrad bedeutet belastbarere Daten, aber keine Aussage über Eignung für eine Einzelperson. Die vollständige Studienlage steht auf den jeweiligen Einzelseiten.
- Wie ist der Rechtsstatus von Epitalon und MOTS-c in Deutschland und den USA?
- Deutschland: Epitalon — Nicht zugelassen, MOTS-c — Nicht zugelassen. USA: Epitalon — Nicht zugelassen, MOTS-c — Nicht zugelassen. Angaben sind faktische Zusammenfassungen mit Quelle und Prüfdatum auf den Einzelseiten.