Vergleich
Exenatide vs. Melanotan II
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Stoffwechsel
Forschung sonstige
CAS-Nr.
141758-74-9
121062-08-6
Molekulargewicht
4186.6 g/mol
1024.18 g/mol
Halbwertszeit
2.4 h
1 h
Sequenz
HGEGTFTSDLSKQMEEEAVRLFIEWLKNGGPSSGAPPPSAc-Nle-cyclo[Asp-His-D-Phe-Arg-Trp-Lys]-NH2Wirkmechanismus
Exenatide
Exenatide ist ein 39-Aminosäuren-Peptid mit etwa 53 % Sequenzhomologie zum humanen GLP-1. Eine Glycin-Substitution an Position 2 verhindert die Spaltung durch Dipeptidyl-Peptidase-IV und verlängert die Halbwertszeit gegenüber dem nativen GLP-1 (Minuten) auf etwa 2,4 Stunden. Aktivierung des GLP-1-Rezeptors stimuliert glukoseabhängig die Insulinsekretion, hemmt Glukagon und verzögert die Magenentleerung.
Melanotan II
Melanotan II bindet nicht-selektiv an alle fünf Melanocortin-Rezeptor-Subtypen (MC1R-MC5R). Über MC1R in Melanozyten wird die Eumelanin-Synthese stimuliert (pigmentierender Effekt). Über MC4R und MC3R im ZNS werden Appetit, sexuelle Funktion und Blutdruck moduliert. Die zyklische Struktur und D-Aminosäuren erhöhen die Stabilität gegenüber dem natürlichen α-MSH.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Human-RCT
Humanstudie
Studien
5
5
davon am Menschen
4
5
Effekte erfasst
3
4
Offene Widersprüche
1
0
Dokumentierte Nebenwirkungen
2
3