Vergleich
GHRP-6 vs. Bremelanotide
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Wachstum
Forschung sonstige
CAS-Nr.
87616-84-0
189691-06-3
Molekulargewicht
873.02 g/mol
1025.18 g/mol
Halbwertszeit
0.4 h
2.7 h
Sequenz
His-D-Trp-Ala-Trp-D-Phe-Lys-NH2Ac-Nle-c[Asp-His-D-Phe-Arg-Trp-Lys]-OHWirkmechanismus
GHRP-6
GHRP-6 ist ein hochaffiner Agonist am Wachstumshormon-Sekretagog-Rezeptor 1a (GHSR-1a) — demselben Rezeptor, an den später das endogene Hormon Ghrelin gebunden wurde. Die Identifikation von GHRP-6 als pharmakologischer Anker führte 1996 zur Klonierung des GHSR und 1999 zur Entdeckung von Ghrelin selbst. GHRP-6 stimuliert die hypophysäre GH-Sekretion über einen vom GHRH unabhängigen Signalweg und kann synergistisch mit GHRH kombiniert werden. Über GHSR im Hypothalamus aktiviert es zusätzlich NPY/AgRP-Neurone, was in Tiermodellen einen orexigenen (appetitanregenden) Effekt erzeugt.
Bremelanotide
Bremelanotid ist ein zyklisches Peptid, das nicht-selektiv an Melanocortin-Rezeptoren (MC1R bis MC5R) bindet — mit höchster Affinität an MC4R im zentralen Nervensystem. Die genaue Rolle der MC4R-Aktivierung im sexuellen Verhalten ist nicht vollständig aufgeklärt; tierexperimentelle Daten zeigen Effekte auf hypothalamische Schaltkreise. Periphere Effekte (Blutdruck, Hyperpigmentierung) werden über MC1R/MC2R erklärt.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Humanstudie
Human-RCT
Studien
4
5
davon am Menschen
2
5
Effekte erfasst
4
3
Offene Widersprüche
1
0
Dokumentierte Nebenwirkungen
2
2