Vergleich
Liraglutide vs. Lixisenatide
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Stoffwechsel
Stoffwechsel
CAS-Nr.
204656-20-2
320367-13-3
Molekulargewicht
3751 g/mol
4858.5 g/mol
Halbwertszeit
13 h
3 h
Sequenz
HAEGTFTSDVSSYLEGQAAKEFIAWLVRGRGHGEGTFTSDLSKQMEEEAVRLFIEWLKNGGPSSGAPPSKKKKKK-NH2Wirkmechanismus
Liraglutide
Liraglutid ist ein synthetisches GLP-1-Analog mit 97 % Sequenzidentität zum humanen GLP-1. Eine Fettsäureseitenkette (C16) am Lysin-26 bindet reversibel an Serumalbumin und schützt vor DPP-4-Abbau. Aktivierung des GLP-1-Rezeptors stimuliert glukoseabhängig die Insulinsekretion, hemmt die Glukagonsekretion, verzögert die Magenentleerung und moduliert das zentrale Sättigungsgefühl.
Lixisenatide
Lixisenatide ist ein 44-Aminosäuren-Peptid, das auf Exendin-4 (siehe Exenatide) basiert, mit sechs zusätzlichen Lysin-Resten am C-Terminus. Diese Modifikation erhöht die Stabilität gegenüber DPP-4-Abbau. Die kurze Halbwertszeit (~3 Stunden) und die Plasma-Spitze um den Zeitpunkt der Mahlzeit erklären den vorwiegend prandialen Effekt — stärkere Wirkung auf postprandiale Glukose, geringere Wirkung auf nüchterne Glukose als bei wöchentlichen GLP-1-RA.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Human-RCT
Human-RCT
Studien
5
5
davon am Menschen
4
5
Effekte erfasst
3
3
Offene Widersprüche
0
1
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
1