Vergleich
Liraglutide vs. Bremelanotide
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Stoffwechsel
Forschung sonstige
CAS-Nr.
204656-20-2
189691-06-3
Molekulargewicht
3751 g/mol
1025.18 g/mol
Halbwertszeit
13 h
2.7 h
Sequenz
HAEGTFTSDVSSYLEGQAAKEFIAWLVRGRGAc-Nle-c[Asp-His-D-Phe-Arg-Trp-Lys]-OHWirkmechanismus
Liraglutide
Liraglutid ist ein synthetisches GLP-1-Analog mit 97 % Sequenzidentität zum humanen GLP-1. Eine Fettsäureseitenkette (C16) am Lysin-26 bindet reversibel an Serumalbumin und schützt vor DPP-4-Abbau. Aktivierung des GLP-1-Rezeptors stimuliert glukoseabhängig die Insulinsekretion, hemmt die Glukagonsekretion, verzögert die Magenentleerung und moduliert das zentrale Sättigungsgefühl.
Bremelanotide
Bremelanotid ist ein zyklisches Peptid, das nicht-selektiv an Melanocortin-Rezeptoren (MC1R bis MC5R) bindet — mit höchster Affinität an MC4R im zentralen Nervensystem. Die genaue Rolle der MC4R-Aktivierung im sexuellen Verhalten ist nicht vollständig aufgeklärt; tierexperimentelle Daten zeigen Effekte auf hypothalamische Schaltkreise. Periphere Effekte (Blutdruck, Hyperpigmentierung) werden über MC1R/MC2R erklärt.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Human-RCT
Human-RCT
Studien
5
5
davon am Menschen
4
5
Effekte erfasst
3
3
Offene Widersprüche
0
0
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
2