Vergleich
Liraglutide vs. Tirzepatide
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Stoffwechsel
Stoffwechsel
CAS-Nr.
204656-20-2
2023788-19-2
Molekulargewicht
3751 g/mol
4813 g/mol
Halbwertszeit
13 h
116 h
Sequenz
HAEGTFTSDVSSYLEGQAAKEFIAWLVRGRGYXEGTFTSDYSIYLDKIAQKAFVQWLIAGGPSSGAPPPSWirkmechanismus
Liraglutide
Liraglutid ist ein synthetisches GLP-1-Analog mit 97 % Sequenzidentität zum humanen GLP-1. Eine Fettsäureseitenkette (C16) am Lysin-26 bindet reversibel an Serumalbumin und schützt vor DPP-4-Abbau. Aktivierung des GLP-1-Rezeptors stimuliert glukoseabhängig die Insulinsekretion, hemmt die Glukagonsekretion, verzögert die Magenentleerung und moduliert das zentrale Sättigungsgefühl.
Tirzepatide
Tirzepatide ist ein 39-Aminosäuren-Peptid, das als dualer Agonist an den Rezeptoren von GLP-1 (Glucagon-like Peptide-1) und GIP (Glucose-dependent Insulinotropic Polypeptide) wirkt. Die Aktivierung beider Inkretin-Rezeptoren über G-Protein-gekoppelte Signalwege erhöht glukoseabhängig die Insulinsekretion, senkt die Glukagonsekretion und verzögert die Magenentleerung. Zentral wird das Sättigungsgefühl moduliert. Eine Fettsäureseitenkette bindet an Serumalbumin und verlängert die Halbwertszeit auf etwa fünf Tage.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Human-RCT
Human-RCT
Studien
5
3
davon am Menschen
4
3
Effekte erfasst
3
4
Offene Widersprüche
0
0
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
2