Vergleich
Matrixyl vs. Retatrutide
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Kosmetisch
Stoffwechsel
CAS-Nr.
214047-00-4
2381089-83-2
Molekulargewicht
802.06 g/mol
4731.6 g/mol
Halbwertszeit
keine Daten
144 h
Sequenz
Palmitoyl-Lys-Thr-Thr-Lys-SerY-Aib-EGTFTSDYSIYLDKQAAQDFVQWLLDTGPSSGAPPPSWirkmechanismus
Matrixyl
KTTKS ist ein Fragment der prokollagenen I-Sequenz, das Teil eines Feedback-Mechanismus auf Fibroblasten zu sein scheint: erhöhte Konzentrationen signalisieren intakte Kollagensynthese und drosseln Neusynthese, während niedrige Konzentrationen die Synthese stimulieren. In Zellkultur-Studien wurde Stimulation von Kollagen Typ I/III, Elastin, Fibronektin und Glykosaminoglykanen dokumentiert. Die Palmitoyl-Modifikation soll die Hautpenetration verbessern; die Wirkung am Wirkort (dermale Fibroblasten) ist permeationsabhängig.
Retatrutide
Retatrutide ist ein 39-Aminosäuren-Peptid mit Agonismus an drei Inkretin- bzw. Energiehaushalt-Rezeptoren: GLP-1R (Insulinsekretion, Sättigung), GIPR (Insulinsensitivität, Fettstoffwechsel) und Glucagon-Rezeptor (Energieverbrauch, Lipolyse). Die kombinierte Glucagon-Aktivierung soll den katabolen Energieverbrauch erhöhen, während der hyperglykämische Effekt durch die gleichzeitige GLP-1-/GIP-Wirkung kompensiert wird. Albumin-Bindung über eine Fettsäureseitenkette ermöglicht die wöchentliche Gabe.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Human-RCT
Human-RCT
Studien
5
5
davon am Menschen
2
4
Effekte erfasst
3
4
Offene Widersprüche
0
0
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
2