Vergleich
Melanotan II vs. Retatrutide
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Forschung sonstige
Stoffwechsel
CAS-Nr.
121062-08-6
2381089-83-2
Molekulargewicht
1024.18 g/mol
4731.6 g/mol
Halbwertszeit
1 h
144 h
Sequenz
Ac-Nle-cyclo[Asp-His-D-Phe-Arg-Trp-Lys]-NH2Y-Aib-EGTFTSDYSIYLDKQAAQDFVQWLLDTGPSSGAPPPSWirkmechanismus
Melanotan II
Melanotan II bindet nicht-selektiv an alle fünf Melanocortin-Rezeptor-Subtypen (MC1R-MC5R). Über MC1R in Melanozyten wird die Eumelanin-Synthese stimuliert (pigmentierender Effekt). Über MC4R und MC3R im ZNS werden Appetit, sexuelle Funktion und Blutdruck moduliert. Die zyklische Struktur und D-Aminosäuren erhöhen die Stabilität gegenüber dem natürlichen α-MSH.
Retatrutide
Retatrutide ist ein 39-Aminosäuren-Peptid mit Agonismus an drei Inkretin- bzw. Energiehaushalt-Rezeptoren: GLP-1R (Insulinsekretion, Sättigung), GIPR (Insulinsensitivität, Fettstoffwechsel) und Glucagon-Rezeptor (Energieverbrauch, Lipolyse). Die kombinierte Glucagon-Aktivierung soll den katabolen Energieverbrauch erhöhen, während der hyperglykämische Effekt durch die gleichzeitige GLP-1-/GIP-Wirkung kompensiert wird. Albumin-Bindung über eine Fettsäureseitenkette ermöglicht die wöchentliche Gabe.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Humanstudie
Human-RCT
Studien
5
5
davon am Menschen
5
4
Effekte erfasst
4
4
Offene Widersprüche
0
0
Dokumentierte Nebenwirkungen
3
2