Vergleich
MGF (Mechano Growth Factor) vs. Retatrutide
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Wachstum
Stoffwechsel
CAS-Nr.
12-Aminosäuren-C-terminales E-Domänen-Peptid (Sequenz nicht standardisiert)
2381089-83-2
Molekulargewicht
2867.2 g/mol
4731.6 g/mol
Halbwertszeit
0.1 h
144 h
Sequenz
YQPPSTNKNTKSQRRKGSTFEERKY-Aib-EGTFTSDYSIYLDKQAAQDFVQWLLDTGPSSGAPPPSWirkmechanismus
MGF (Mechano Growth Factor)
Das IGF-1-Gen produziert durch alternatives Splicing mehrere Isoformen. IGF-1Ec wird nach mechanischer Muskelbelastung verstärkt exprimiert; die C-terminale E-Domäne wird vom reifen IGF-1-Protein abgespalten und scheint eigenständige Wirkungen auf Satellitenzellen zu haben. Die genaue Rezeptor-Bindung der E-Domäne ist nicht etabliert; ein klassischer IGF-1R-Effekt ist unwahrscheinlich, da das reife IGF-1 dafür verantwortlich ist. In Zellkultur-Studien wurde Stimulation der Myoblasten-Proliferation und Differenzierung beobachtet.
Retatrutide
Retatrutide ist ein 39-Aminosäuren-Peptid mit Agonismus an drei Inkretin- bzw. Energiehaushalt-Rezeptoren: GLP-1R (Insulinsekretion, Sättigung), GIPR (Insulinsensitivität, Fettstoffwechsel) und Glucagon-Rezeptor (Energieverbrauch, Lipolyse). Die kombinierte Glucagon-Aktivierung soll den katabolen Energieverbrauch erhöhen, während der hyperglykämische Effekt durch die gleichzeitige GLP-1-/GIP-Wirkung kompensiert wird. Albumin-Bindung über eine Fettsäureseitenkette ermöglicht die wöchentliche Gabe.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Tiermodell
Human-RCT
Studien
4
5
davon am Menschen
0
4
Effekte erfasst
3
4
Offene Widersprüche
0
0
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
2