Angst & Stress
Anxiolytische und stresshormonelle Effekte. Wenige Peptide aus russischer Forschungstradition (Selank) wurden klinisch untersucht; westliche RCTs nach modernen Standards sind selten.
Peptide zu diesem Thema
2 Peptide mit Forschung zu diesem ThemaOxytocin ist ein körpereigenes Nonapeptid-Hormon des Hypophysen-Hinterlappens. Als synthetische Form (Pitocin, Syntocinon) ist es seit Jahrzehnten zur Geburtseinleitung und -verstärkung sowie zur Kontrolle postpartaler Uterusblutungen zugelassen. Davon strikt zu trennen ist die intranasale Anwendung zur Beeinflussung von sozialem Verhalten, Vertrauen, Angst oder Autismus-Symptomatik: Diese Anwendung ist nicht zugelassen, rein experimentell und liefert in kontrollierten Studien uneinheitliche, oft negative Ergebnisse.
- Human-RCTAuslösung und Verstärkung von Uteruskontraktionen sowie Reduktion postpartaler Blutung in der geburtshilflichen Anwendung
- Human-RCTKein konsistenter Nutzen auf die Kern-Sozialsymptomatik bei Autismus-Spektrum-Störung in kontrollierten Studien
Synthetisches Heptapeptid, abgeleitet vom natürlichen Tuftsin. In Russland und einigen GUS-Staaten als Anxiolytikum (Selank) zugelassen. Westliche Phase-3-Studien fehlen; Bewertung der Wirksamkeit basiert auf russischer Forschungsliteratur.
- HumanstudieReduktion von Angst-Symptomen gegenüber Placebo in russischen klinischen Pilot-Studien berichtet
- TiermodellAnxiolytische Effekte in Open-Field- und Elevated-Plus-Maze-Tests bei Ratten dokumentiert