Wundheilung
Reparaturprozesse bei Haut-, Sehnen-, Bänder- oder Schleimhautverletzungen. Endpunkte sind Heilungsgeschwindigkeit, mechanische Belastbarkeit und histologische Marker. Peptide werden hier überwiegend in Tiermodellen untersucht — kontrollierte Humanstudien sind selten.
Peptide zu diesem Thema
6 Peptide mit Forschung zu diesem ThemaSynthetisches Pentadecapeptid (15 Aminosäuren), abgeleitet aus einer Sequenz eines im Magensaft vorkommenden Proteins. In der Literatur überwiegend in Tiermodellen zu Heilungs- und Schutzprozessen untersucht — kontrollierte Humanstudien sind selten und in Reichweite begrenzt.
- TheoretischVerbesserte Wundheilung beim Menschen
Endogenes Tripeptid (Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin), das Kupfer(II)-Ionen komplexiert. In Hautmodellen und kleinen Humanstudien zu Kollagensynthese, Hautregeneration und Wundheilung untersucht; in der EU als Kosmetik-Inhaltsstoff zulässig.
- In-vitroFörderung der Kollagensynthese in Fibroblasten-Kulturen
- HumanstudieVeränderungen kutaner Parameter bei topischer Anwendung
KPV ist das C-terminale Tripeptid (Lysin-Prolin-Valin) des Hormons α-MSH und entspricht dessen Positionen 11–13. In Zell- und Nagermodellen wurde eine entzündungsmodulierende Aktivität beschrieben, vor allem über eine Hemmung des NF-κB-Signalwegs. Die Datenlage stammt nahezu ausschließlich aus präklinischen Untersuchungen (Zellkultur und Maus); kontrollierte Humanstudien fehlen im Wesentlichen. KPV ist kein zugelassenes Arzneimittel.
- In-vitroHemmung des NF-κB- und MAP-Kinase-Signalwegs in Darmepithel- und Immunzellen
- TiermodellVerringerte Darmentzündung in chemisch induzierten Colitis-Modellen
LL-37 ist das einzige bekannte humane Cathelicidin, ein 37 Aminosäuren langes antimikrobielles Peptid, das durch Spaltung aus dem Vorläuferprotein hCAP18 entsteht. Es spielt in der Forschung eine zentrale Rolle in der angeborenen Immunabwehr und Wundheilung, wirkt jedoch kontextabhängig sowohl entzündungshemmend als auch entzündungsfördernd und wird mit Autoimmunprozessen in Verbindung gebracht. LL-37 ist kein zugelassenes Arzneimittel; die Datenlage ist überwiegend grundlagenwissenschaftlich und präklinisch.
- In-vitroMembranschädigende, antimikrobielle Aktivität gegen Bakterien und andere Mikroorganismen in Zellkultur beobachtet
- HumanstudieFörderung der Re-Epithelisierung bei Hautwunden; reduzierte LL-37-Spiegel in chronischem Ulkus-Epithel berichtet
Synthetisches Fragment des körpereigenen Proteins Thymosin Beta-4, insbesondere die aktinbindende Sequenz. In präklinischen Modellen wird Einfluss auf Zellmigration, Gefäßneubildung und Wundheilung untersucht — robuste Humandaten fehlen.
- TiermodellBeschleunigte Wund- und Gewebeheilung
- In-vitroFörderung von Angiogenese durch Aktin-Bindung
Thymosin Beta-4 (Tβ4) ist ein körpereigenes, 43 Aminosäuren langes Peptid, das als wichtigster intrazellulärer Aktin-Sequestrierungsfaktor gilt und an Zellmigration, Gefäßneubildung und Geweberegeneration beteiligt ist. Es wurde unter anderem bei trockenem Auge, Hornhaut- und Wundheilung sowie Herzreparatur untersucht (RegeneRx-Programme, RGN-259). Thymosin Beta-4 ist KEIN zugelassenes Arzneimittel; belastbare Wirksamkeitsdaten am Menschen sind begrenzt. Das im Graumarkt vertriebene TB-500 ist ein synthetisches Fragment/Analogon und davon zu unterscheiden.
- HumanstudieVerbesserung von Zeichen und Symptomen bei schwerem trockenem Auge
- TiermodellFörderung der dermalen Wundheilung