Vergleich
Argireline vs. GHK-Cu
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Kosmetisch
Kosmetisch
CAS-Nr.
616204-22-9
49557-75-7
Molekulargewicht
888.99 g/mol
340.4 g/mol
Halbwertszeit
keine Daten
keine Daten
Sequenz
Ac-Glu-Glu-Met-Gln-Arg-Arg-NH2GHKWirkmechanismus
Argireline
Argireline ist ein synthetisches Hexapeptid, dessen Sequenz dem N-terminalen Ende des SNAP-25-Proteins entspricht. In vitro wurde gezeigt, dass es die Bildung des SNARE-Komplexes (für die Vesikel-Fusion bei der Neurotransmitter-Freisetzung notwendig) kompetitiv hemmen kann. Eine topische Anwendung soll dadurch — bei sehr begrenzter Hautpermeation — die acetylcholinerge Signalübertragung an der neuromuskulären Endplatte abschwächen. Die Wirkung ist um Größenordnungen schwächer als die intramuskuläre Botulinumtoxin-Wirkung; die klinische Übertragbarkeit der in-vitro-Beobachtungen auf die Hautmikroumgebung ist umstritten.
GHK-Cu
Endogenes Tripeptid (Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin) das Kupfer(II)-Ionen komplexiert. In Hautzell-Modellen und Hautbiopsien wurde Einfluss auf Kollagensynthese, antioxidative Marker, Genexpressions-Profile und Wundheilungs-Prozesse beschrieben. Bei topischer Anwendung in kosmetischen Studien wurden Veränderungen verschiedener Hautparameter berichtet.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Humanstudie
Humanstudie
Studien
4
5
davon am Menschen
3
2
Effekte erfasst
3
4
Offene Widersprüche
1
1
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
2
Rechtsstatus
Vollständige Einträge
Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen Argireline und GHK-Cu?
- Argireline wird der Kategorie „Kosmetisch" zugeordnet, GHK-Cu der Kategorie „Kosmetisch". Argireline: Synthetisches Hexapeptid, vermarktet als topisches Anti-Falten-Inhaltsstoff (z.B. von Lipotec/Lubrizol). Mechanismus angelehnt an die SNAP-25-blockierende Wirkung von Botulinumtoxin, jedoch mit deutlich geringerer Wirksamkeit und ohne intramuskuläre Wirkung. Als Cosmetic-Ingredient EU-konform (CosIng), nicht als Arzneimittel zugelassen. GHK-Cu: Endogenes Tripeptid (Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin), das Kupfer(II)-Ionen komplexiert. In Hautmodellen und kleinen Humanstudien zu Kollagensynthese, Hautregeneration und Wundheilung untersucht; in der EU als Kosmetik-Inhaltsstoff zulässig. Diese Seite stellt beide neutral und quellenbasiert gegenüber — ohne Anwendungs- oder Dosierempfehlung.
- Welches Peptid ist besser wissenschaftlich belegt, Argireline oder GHK-Cu?
- Der höchste vorhandene Evidenzgrad ist bei Argireline „Humanstudie" und bei GHK-Cu „Humanstudie". Ein höherer Evidenzgrad bedeutet belastbarere Daten, aber keine Aussage über Eignung für eine Einzelperson. Die vollständige Studienlage steht auf den jeweiligen Einzelseiten.
- Wie ist der Rechtsstatus von Argireline und GHK-Cu in Deutschland und den USA?
- Deutschland: Argireline — Nicht zugelassen, GHK-Cu — Nicht zugelassen. USA: Argireline — Nicht zugelassen, GHK-Cu — Nicht zugelassen. Angaben sind faktische Zusammenfassungen mit Quelle und Prüfdatum auf den Einzelseiten.