Vergleich
Argireline vs. Matrixyl
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Kosmetisch
Kosmetisch
CAS-Nr.
616204-22-9
214047-00-4
Molekulargewicht
888.99 g/mol
802.06 g/mol
Halbwertszeit
keine Daten
keine Daten
Sequenz
Ac-Glu-Glu-Met-Gln-Arg-Arg-NH2Palmitoyl-Lys-Thr-Thr-Lys-SerWirkmechanismus
Argireline
Argireline ist ein synthetisches Hexapeptid, dessen Sequenz dem N-terminalen Ende des SNAP-25-Proteins entspricht. In vitro wurde gezeigt, dass es die Bildung des SNARE-Komplexes (für die Vesikel-Fusion bei der Neurotransmitter-Freisetzung notwendig) kompetitiv hemmen kann. Eine topische Anwendung soll dadurch — bei sehr begrenzter Hautpermeation — die acetylcholinerge Signalübertragung an der neuromuskulären Endplatte abschwächen. Die Wirkung ist um Größenordnungen schwächer als die intramuskuläre Botulinumtoxin-Wirkung; die klinische Übertragbarkeit der in-vitro-Beobachtungen auf die Hautmikroumgebung ist umstritten.
Matrixyl
KTTKS ist ein Fragment der prokollagenen I-Sequenz, das Teil eines Feedback-Mechanismus auf Fibroblasten zu sein scheint: erhöhte Konzentrationen signalisieren intakte Kollagensynthese und drosseln Neusynthese, während niedrige Konzentrationen die Synthese stimulieren. In Zellkultur-Studien wurde Stimulation von Kollagen Typ I/III, Elastin, Fibronektin und Glykosaminoglykanen dokumentiert. Die Palmitoyl-Modifikation soll die Hautpenetration verbessern; die Wirkung am Wirkort (dermale Fibroblasten) ist permeationsabhängig.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Humanstudie
Human-RCT
Studien
3
5
davon am Menschen
2
2
Effekte erfasst
3
3
Offene Widersprüche
1
0
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
1