Vergleich
Cagrilintide vs. Semaglutid
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Stoffwechsel
Stoffwechsel
CAS-Nr.
1415456-99-3
910463-68-2
Molekulargewicht
4253.7 g/mol
4113.6 g/mol
Halbwertszeit
168 h
165 h
Sequenz
KCNTATCATQRLANFLVRSSNNLGPVLPPTNVGSNTYmodifiziertes GLP-1-Analogon (31 AS) mit C18-Fettsäure-LinkerWirkmechanismus
Cagrilintide
Cagrilintide bindet an Amylin-Rezeptoren (AMY1, AMY3, gebildet aus dem Calcitonin-Rezeptor plus RAMP-Proteinen). Die Aktivierung verzögert die Magenentleerung, hemmt die postprandiale Glukagon-Sekretion und moduliert das zentrale Sättigungssignal über Area-postrema-Neuronen. Eine Acyl-Modifikation ermöglicht Albumin-Bindung und damit die wöchentliche Gabe.
Semaglutid
Langwirksamer Agonist am GLP-1-Rezeptor. Strukturell ein modifiziertes Glucagon-like Peptid 1, dessen lange Halbwertszeit durch eine Fettsäure-Seitenkette und reversible Albumin-Bindung erreicht wird. Wirkt zentral auf Sättigung und peripher auf glukoseabhängige Insulin-Sekretion sowie verzögerte Magenentleerung.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Human-RCT
Human-RCT
Studien
4
4
davon am Menschen
3
3
Effekte erfasst
3
3
Offene Widersprüche
0
1
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
5