Vergleich
DSIP vs. Goserelin
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Forschung sonstige
Forschung sonstige
CAS-Nr.
62568-57-4
65807-02-5
Molekulargewicht
848.81 g/mol
1269.43 g/mol
Halbwertszeit
0.1 h
4.2 h
Sequenz
Trp-Ala-Gly-Gly-Asp-Ala-Ser-Gly-GlupGlu-His-Trp-Ser-Tyr-D-Ser(tBu)-Leu-Arg-Pro-Azgly-NH2Wirkmechanismus
DSIP
DSIP wurde 1977 von der Schoenenberger-Monnier-Gruppe in Basel als blutbürtige Substanz beschrieben, die im Tiermodell EEG-Veränderungen ähnlich dem Delta-Schlaf hervorrufen sollte. Der genaue Wirkmechanismus ist bis heute nicht etabliert: kein definierter Rezeptor, vorgeschlagene Modulation der Opioid-, GABAergen und Glutamatergen Systeme. Die meisten mechanistischen Befunde stammen aus präklinischen Studien der 1980er und 1990er Jahre und wurden später kontroversen Replikationsversuchen unterzogen.
Goserelin
Goserelin bindet als GnRH-Agonist an die GnRH-Rezeptoren der Hypophyse. Eine anfängliche Stimulation führt vorübergehend zu einem Anstieg von luteinisierendem Hormon (LH) und follikelstimulierendem Hormon (FSH). Bei kontinuierlicher Rezeptorbesetzung kommt es jedoch zu einer Desensibilisierung und Herunterregulierung der Rezeptoren, was die LH- und FSH-Ausschüttung und in der Folge die Produktion von Testosteron beziehungsweise Östrogen reduziert. Dieser mechanistische Zusammenhang ist in der pharmakologischen Fachliteratur dokumentiert.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Humanstudie
Human-RCT
Studien
4
4
davon am Menschen
1
4
Effekte erfasst
3
3
Offene Widersprüche
1
1
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
2
Rechtsstatus
Vollständige Einträge
Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen DSIP und Goserelin?
- DSIP wird der Kategorie „Forschung sonstige" zugeordnet, Goserelin der Kategorie „Forschung sonstige". DSIP: Synthetisches Nonapeptid, das 1977 von Guido Monnier und Marcel Schoenenberger aus dem Blut von Kaninchen im Delta-Schlaf isoliert wurde. Trotz des Namens ist die Rolle in der Schlafregulation umstritten und nicht durch westliche RCTs in größerer Population bestätigt. Goserelin: Goserelin ist ein synthetisches Dekapeptid und ein Agonist des Gonadotropin-Releasing-Hormons (GnRH). Es wird in der medizinischen Literatur als Hormontherapeutikum beschrieben, das durch anhaltende Rezeptorstimulation die Freisetzung von Geschlechtshormonen unterdrückt. Behördlich zugelassene Anwendungsgebiete umfassen unter anderem Prostatakarzinom, fortgeschrittenes Mammakarzinom, Endometriose und die endometriale Ausdünnung. Diese Seite stellt beide neutral und quellenbasiert gegenüber — ohne Anwendungs- oder Dosierempfehlung.
- Welches Peptid ist besser wissenschaftlich belegt, DSIP oder Goserelin?
- Der höchste vorhandene Evidenzgrad ist bei DSIP „Humanstudie" und bei Goserelin „Human-RCT". Ein höherer Evidenzgrad bedeutet belastbarere Daten, aber keine Aussage über Eignung für eine Einzelperson. Die vollständige Studienlage steht auf den jeweiligen Einzelseiten.
- Wie ist der Rechtsstatus von DSIP und Goserelin in Deutschland und den USA?
- Deutschland: DSIP — Nicht zugelassen, Goserelin — Verschreibung. USA: DSIP — Nicht zugelassen, Goserelin — Verschreibung. Angaben sind faktische Zusammenfassungen mit Quelle und Prüfdatum auf den Einzelseiten.