Vergleich
DSIP vs. Selank
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Forschung sonstige
Forschung sonstige
CAS-Nr.
62568-57-4
129954-34-3
Molekulargewicht
848.81 g/mol
751.85 g/mol
Halbwertszeit
0.1 h
0.3 h
Sequenz
Trp-Ala-Gly-Gly-Asp-Ala-Ser-Gly-GluThr-Lys-Pro-Arg-Pro-Gly-ProWirkmechanismus
DSIP
DSIP wurde 1977 von der Schoenenberger-Monnier-Gruppe in Basel als blutbürtige Substanz beschrieben, die im Tiermodell EEG-Veränderungen ähnlich dem Delta-Schlaf hervorrufen sollte. Der genaue Wirkmechanismus ist bis heute nicht etabliert: kein definierter Rezeptor, vorgeschlagene Modulation der Opioid-, GABAergen und Glutamatergen Systeme. Die meisten mechanistischen Befunde stammen aus präklinischen Studien der 1980er und 1990er Jahre und wurden später kontroversen Replikationsversuchen unterzogen.
Selank
Selank ist ein Glyprolin-Tuftsin-Analog. Vorgeschlagene Wirkmechanismen umfassen Modulation des GABAergen Systems, Beeinflussung der Serotonin-Bioverfügbarkeit, und Effekte auf Enkephalinasen. Tierexperimente zeigen anxiolytische und neuroprotektive Marker; ein eindeutiger Rezeptor-Target ist nicht etabliert.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Humanstudie
Humanstudie
Studien
4
4
davon am Menschen
1
2
Effekte erfasst
3
3
Offene Widersprüche
1
0
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
1