Vergleich
Melanotan II vs. Octreotide
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Forschung sonstige
Forschung sonstige
CAS-Nr.
121062-08-6
83150-76-9
Molekulargewicht
1024.18 g/mol
1019.24 g/mol
Halbwertszeit
1 h
1.7 h
Sequenz
Ac-Nle-cyclo[Asp-His-D-Phe-Arg-Trp-Lys]-NH2D-Phe-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr(ol)Wirkmechanismus
Melanotan II
Melanotan II bindet nicht-selektiv an alle fünf Melanocortin-Rezeptor-Subtypen (MC1R-MC5R). Über MC1R in Melanozyten wird die Eumelanin-Synthese stimuliert (pigmentierender Effekt). Über MC4R und MC3R im ZNS werden Appetit, sexuelle Funktion und Blutdruck moduliert. Die zyklische Struktur und D-Aminosäuren erhöhen die Stabilität gegenüber dem natürlichen α-MSH.
Octreotide
Octreotid ist ein zyklisches Octapeptid, das selektiv an die Somatostatin-Rezeptor-Subtypen SSTR2 und SSTR5 bindet. Über G-Protein-gekoppelte Signalwege wird die Adenylatzyklase gehemmt, was die Sekretion verschiedener Hormone (Wachstumshormon, IGF-1, Glukagon, Insulin, VIP, Serotonin) reduziert. Die strukturelle Stabilisierung durch eine Disulfid-Brücke und D-Aminosäuren verlängert die Halbwertszeit gegenüber natürlichem Somatostatin (Minuten zu mehreren Stunden).
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Humanstudie
Human-RCT
Studien
5
5
davon am Menschen
5
4
Effekte erfasst
4
3
Offene Widersprüche
0
0
Dokumentierte Nebenwirkungen
3
2