Vergleich
Octreotide vs. Triptorelin
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Forschung sonstige
Forschung sonstige
CAS-Nr.
83150-76-9
57773-63-4
Molekulargewicht
1019.24 g/mol
1311.45 g/mol
Halbwertszeit
1.7 h
3 h
Sequenz
D-Phe-Cys-Phe-D-Trp-Lys-Thr-Cys-Thr(ol)pGlu-His-Trp-Ser-Tyr-D-Trp-Leu-Arg-Pro-Gly-NH2Wirkmechanismus
Octreotide
Octreotid ist ein zyklisches Octapeptid, das selektiv an die Somatostatin-Rezeptor-Subtypen SSTR2 und SSTR5 bindet. Über G-Protein-gekoppelte Signalwege wird die Adenylatzyklase gehemmt, was die Sekretion verschiedener Hormone (Wachstumshormon, IGF-1, Glukagon, Insulin, VIP, Serotonin) reduziert. Die strukturelle Stabilisierung durch eine Disulfid-Brücke und D-Aminosäuren verlängert die Halbwertszeit gegenüber natürlichem Somatostatin (Minuten zu mehreren Stunden).
Triptorelin
Triptorelin bindet hochaffin an den GnRH-Rezeptor in der Hypophyse. Nach einer initialen Stimulation der LH- und FSH-Sekretion (Flare-Phase, etwa 1-2 Wochen) folgt eine Rezeptor-Desensitisierung mit konsekutiver Suppression der Gonadotropine. Daraus resultiert eine reversible chemische Kastration: bei Männern Testosteron-, bei Frauen Östrogen-Suppression in den postmenopausalen Bereich.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Human-RCT
Human-RCT
Studien
5
4
davon am Menschen
4
4
Effekte erfasst
3
3
Offene Widersprüche
0
0
Dokumentierte Nebenwirkungen
2
3