Vergleich
Cagrilintide vs. Exenatide
Zwei Peptide direkt nebeneinander — Identität, Evidenzlage, Rechtsstatus und bekannte Nebenwirkungen.
Identität
Kategorie
Stoffwechsel
Stoffwechsel
CAS-Nr.
1415456-99-3
141758-74-9
Molekulargewicht
4253.7 g/mol
4186.6 g/mol
Halbwertszeit
168 h
2.4 h
Sequenz
KCNTATCATQRLANFLVRSSNNLGPVLPPTNVGSNTYHGEGTFTSDLSKQMEEEAVRLFIEWLKNGGPSSGAPPPSWirkmechanismus
Cagrilintide
Cagrilintide bindet an Amylin-Rezeptoren (AMY1, AMY3, gebildet aus dem Calcitonin-Rezeptor plus RAMP-Proteinen). Die Aktivierung verzögert die Magenentleerung, hemmt die postprandiale Glukagon-Sekretion und moduliert das zentrale Sättigungssignal über Area-postrema-Neuronen. Eine Acyl-Modifikation ermöglicht Albumin-Bindung und damit die wöchentliche Gabe.
Exenatide
Exenatide ist ein 39-Aminosäuren-Peptid mit etwa 53 % Sequenzhomologie zum humanen GLP-1. Eine Glycin-Substitution an Position 2 verhindert die Spaltung durch Dipeptidyl-Peptidase-IV und verlängert die Halbwertszeit gegenüber dem nativen GLP-1 (Minuten) auf etwa 2,4 Stunden. Aktivierung des GLP-1-Rezeptors stimuliert glukoseabhängig die Insulinsekretion, hemmt Glukagon und verzögert die Magenentleerung.
Evidenz-Lage
Höchste Evidenz
Human-RCT
Human-RCT
Studien
4
5
davon am Menschen
3
4
Effekte erfasst
3
3
Offene Widersprüche
0
1
Dokumentierte Nebenwirkungen
1
2