Wachstumshormon-Stimulation
Stimulation der körpereigenen Wachstumshormon-Ausschüttung aus der Hypophyse. Surrogat-Marker: GH- und IGF-1-Spiegel im Plasma. Klinische Outcome-Studien zu funktionellen Endpunkten sind selten.
Peptide zu diesem Thema
11 Peptide mit Forschung zu diesem ThemaSynthetisches 16-Aminosäuren-Peptid, das dem C-terminalen Fragment des humanen Wachstumshormons (hGH 176-191) entspricht. Ursprünglich von Metabolic Pharmaceuticals als orale Adipositas-Therapie entwickelt; alle Phase-2-Studien verfehlten den primären Endpunkt. Keine Marktzulassung. Australische TGA-Klassifizierung als Schedule 4 wird oft missverstanden.
- Human-RCTKeine klinisch relevante Gewichtsreduktion in vier Phase-2-Studien gegenüber Placebo bei Erwachsenen mit Adipositas
Langwirksames synthetisches GHRH-Analog, modifiziert für Albumin-Bindung (DAC). Stimuliert die körpereigene Wachstumshormon-Ausschüttung. Pharmakodynamische Wirkung in kleinen Humanstudien etabliert; klinische Endpunkt-Studien fehlen.
- HumanstudieAnstieg des Wachstumshormon-Spiegels nach Verabreichung
Synthetisches Hexapeptid aus der Familie der GH-Sekretagoga. In Japan unter dem Namen GHRP Kaken als diagnostischer Test für GH-Mangel zugelassen. Außerhalb Japans nicht als Arzneimittel verfügbar.
- HumanstudieRobuster akuter GH-Anstieg nach intravenöser oder subkutaner Einzelgabe bei gesunden Probanden und bei Patientinnen mit GH-Mangel dokumentiert
Synthetisches Hexapeptid, das die Klasse der Wachstumshormon-freisetzenden Peptide (GHRPs) begründete. Cyril Bowers identifizierte GHRP-6 Ende der 1970er-Jahre als ersten oral und parenteral aktiven GH-Sekretagog ohne Strukturähnlichkeit zu GHRH. Nie als Arzneimittel zugelassen; nachgeordnete Analoga (GHRP-2, Hexarelin, Ipamorelin) wurden klinisch weiterverfolgt.
- HumanstudieRobuster akuter GH-Anstieg nach intravenöser oder subkutaner Einzelgabe bei gesunden Probandinnen und Patienten mit GH-Mangel dokumentiert
- HumanstudieSynergistische GH-Antwort in Kombination mit GHRH dokumentiert — die Spitzenwerte übersteigen die Summe der Einzelgaben
Synthetisches Hexapeptid aus der Familie der Wachstumshormon-Sekretagoga (GHRP). In den 1990er-Jahren als Akromegalie-Diagnostikum und für GH-Mangel untersucht. Kein zugelassenes Arzneimittel.
- HumanstudieAkuter Anstieg von Serum-GH und IGF-1 nach Einzelgabe in gesunden Probanden und Patientinnen mit GH-Mangel beobachtet
- TiermodellKardiale Schutzwirkung in Ischämie-Reperfusions-Modellen bei Ratten dokumentiert (Reduktion der Infarktgröße)
Synthetisches Analogon des insulinähnlichen Wachstumsfaktors 1 (IGF-1) mit einer Arg-Substitution an Position 3 und einer 13-Aminosäuren-Verlängerung am N-Terminus. Diese Modifikationen senken die Bindung an IGF-Bindungsproteine und verlängern die Wirkdauer gegenüber natürlichem IGF-1. LR3 IGF-1 ist primär ein etabliertes Zellkultur-Reagenz (serumfreie Medien, Bioprozess-Technik); es ist KEIN zugelassenes Humanarzneimittel. Eine Verwendung im Bodybuilding-Graumarkt ist beschrieben; LR3 IGF-1 fällt als IGF-1-Analogon unter das WADA-Dopingverbot.
- TiermodellStärkere Wirkung pro Moleküleinheit als natürliches IGF-1 nach Injektion in Tiermodellen, zurückgeführt auf die geringe IGFBP-Bindung
Synthetisches Pentapeptid und selektiver Wachstumshormon-Sekretagog. Entwickelt bei Novo Nordisk in den 1990er-Jahren als pentapeptidischer GHRP-Nachfolger; klinische Entwicklung wurde nach Phase-2 (post-operativer Ileus) eingestellt.
- HumanstudieSelektive GH-Stimulation ohne signifikanten Anstieg von ACTH/Cortisol/Prolaktin in Phase-1-Studien an gesunden Probanden dokumentiert
Synthetisches Peptid, das der C-terminalen E-Domäne der IGF-1-Splice-Variante IGF-1Ec entspricht. In präklinischen Studien als 'Mechano-induzierter' Reparatur-Faktor von Skelettmuskel beschrieben. Keine Marktzulassung; klinische Anwendung weitgehend auf Schwarzmarkt beschränkt.
- In-vitroAktivierung muskulärer Satellitenzellen und Verstärkung der Myoblasten-Proliferation in Zellkultur-Studien dokumentiert
Tetrasubstituiertes synthetisches Analogon von GHRH(1-29), das im Graumarkt als "CJC-1295 ohne DAC" gehandelt wird. Eng verwandt mit Sermorelin (GHRH 1-29); ein kurzwirksames Wachstumshormon-Releasing-Hormon-Analogon, das oft mit einem GHRP/Ghrelin-Mimetikum kombiniert wird. Nicht als Arzneimittel zugelassen. Direkte Humanstudien zu genau diesem Analogon fehlen praktisch vollstaendig; die Faktenbasis stuetzt sich auf verwandte GHRH(1-29)-Analoga.
- HumanstudieBindung an den GHRH-Rezeptor und Ausloesung einer Wachstumshormon-Ausschuettung (Klasseneffekt von GHRH(1-29)-Analoga)
Synthetisches Analog der ersten 29 Aminosäuren des humanen GHRH. Stimuliert die pulsatile Wachstumshormon-Sekretion aus der Hypophyse. Ehemals als Geref Diagnostic FDA-zugelassen, heute in vielen Märkten zurückgezogen — Compounding und Forschungsanwendung dominieren.
- Human-RCTStimulation der Wachstumshormon-Ausschüttung
- HumanstudieAnwendung als diagnostischer Provokationstest für GH-Mangel
Stabilisiertes GHRH-Analogon (Wachstumshormon-Releasing-Hormone). FDA-zugelassen 2010 als Egrifta zur Reduktion abdomineller Lipohypertrophie bei HIV-assoziierter Lipodystrophie. Nicht für die Allgemeinbevölkerung zugelassen.
- Human-RCTReduktion des viszeralen Fetts (VAT, gemessen per CT) bei HIV-Patientinnen mit Lipodystrophie über 26 Wochen